Leseprobe Kapitel 5 / 2014 Jeder Tag ist anders, und die Kunst besteht darin, den Alltag zu bewältigen! Wir fahren in ein Einkaufszentrum zum Bummeln und zum Trainieren der Augen und des Gleichgewichts- sinnes. Kaum ist das Ziel erreicht, steht auch schon der erste Programmpunkt an: Die Blase meldet sich. Jetzt habe ich nichts anderes mehr im Kopf, als das Bedürfnis, mich zu entleeren, bevor etwas danebengeht. Nach dem das passiert ist, irre ich orientierungslos durch das EKZ und suche meinen Mann... Ein weiteres Problem stellen die Mülltonnen dar, wenn sie zur Entleerung auf die Straße und nach der Ent- leerung wieder hereingeholt werden müssen, denn die Straße zu unserem Wohnhaus ist mit Kopfsteinen gepflastert. Der Gang vor die Haustüre ist für mich ohnehin schon schwierig. Die Unebenheiten des Straßenbelages und zusätzlich die holpernden Bewegungen der Mülltonnen, wenn ich sie über das Pflaster ziehe, bringen mich völlig aus dem Gleichgewicht. Ist mein Mann dienstlich unterwegs, brauche ich jemanden, der mir dabei hilft. Da ich kreativ bin, habe ich nach Lösungen gesucht und in meiner Not die leere Tonne zum Schuppen getra- gen. Das sieht natürlich nicht besonders elegant aus, wenn jemand die Tonne umarmt und durch die Gegend trägt, statt sie zu schieben. Dass ich dabei keine „gute Figur“ gemacht habe, ist schon klar, aber wider bes- seres Wissen habe ich damit auch meiner Gesundheit geschadet. Für den Nachmittag auf der Couch war mir eine Zwangspause sicher.
Ungalahli Ithemba Gib die Hoffnung nicht auf